Berlin/Düsseldorf, 26.03.2025

Die Aktualisierung der S3-Leitlinie Prostatakarzinom unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) wurde in der Fachwelt mit Spannung erwartet: Aufgrund der veränderten Studienlage hatte die wissenschaftliche Fachgesellschaft bereits Ende 2024 während der laufenden Überarbeitung im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie wesentliche Modifikationen an der Leitlinie zur häufigsten Tumorerkrankung des Mannes in Aussicht gestellt. Tatsächlich beinhaltet die nun veröffentlichte Konsultationsfassung der Version 8 der evidenzbasierten interdisziplinären S3-Leitlinie Prostatakarzinom entsprechend weitreichende Neuerungen, die vor allem bei der Früherkennung und Diagnostik sowie bei der lokalen Therapie des Prostatakarzinoms tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen werden. Die Konsultationsfassung der Leitlinie ist ab sofort öffentlich (Leitlinie Porostatakarzinom) zugänglich und kann bis zum 25.04.2025 kommentiert werden.  

Das Prostatakarzinom ist hierzulande die mit Abstand häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes und gleichzeitig die zweithäufigste Ursache für krebsbedingte Todesfälle bei Männern. Im Jahr 2020 erkrankten etwa 65.800 Männer in Deutschland neu an Prostatakrebs; mehr als 15.400 Patienten verstarben an der Erkrankung. „Entsprechend groß ist die Bedeutung des jetzigen umfangreichen Leitlinien-Updates“, sagt DGU-Leitlinienkoordinator Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm.

Früherkennung: digital rektale Untersuchung nicht mehr empfohlen

Wesentliche Neuerungen der S3-Leitlinie betreffen das komplett überarbeitete und neu zusammengeführte Kapitel 4 „Früherkennung, Diagnostik und Stadieneinteilung“. Neu ist hier vor allem die Empfehlung, dass zur Früherkennung von Prostatakarzinomen keine digital rektale Untersuchung, also keine Tastuntersuchung, erfolgen soll. Vor- und Nachteile eines PSA-basierten Prostatakarzinom-Screenings werden in einer Übersicht dargestellt. Im Rahmen der Primärdiagnostik wird zudem die Magnetresonanztomographie der Prostata gestärkt. „Wesentlich ist hier, dass die Biopsieindikation noch mehr unter Berücksichtigung bildmorphologischer Informationen erfolgen soll; insbesondere soll bei unauffälligem MRT-Befund (sog. PI-RADS 1 und 2 Läsionen) keine Biopsie durchgeführt werden“, erklärt Prof. Grimm und betont, dass durch diese Empfehlung weniger nicht-behandlungsbedürftige Karzinome nachgewiesen werden.

Lokalisiertes Prostatakarzinom mit niedrigen Risiko: ausschließliche Empfehlung zur aktiven Überwachung 

Weitreichende Änderungen der S3-Leitlinie Prostatakarzinom gelten darüber hinaus dem Kapitel 6 zur „Therapie des lokalisierten Prostatakarzinoms“, die laut dem DGU-Leitlinienkoordinator zu einer deutlichen Reduktion von Übertherapie führen werden. „Dies betrifft vor allem das ‚Low risk Prostatakarzinom‘ für das initial keine lokale Therapieform mehr, sondern ausschließlich nur noch die Aktive Überwachung empfohlen wird“, so Prof. Grimm. Sein Fazit: „Insgesamt ist die Leitlinie in dieser Form auch im internationalen Vergleich sehr fortschrittlich und sollte wesentlich dazu beitragen, dass in Deutschland relevante Prostatakarzinomerkrankungen diagnostiziert und behandelt werden.“

Auch DGU-Präsident Prof. Dr. Bernd Wullich und der Generalsekretär der Fachgesellschaft, Prof. Dr. Maximilian Burger, betonen die Bedeutung der Leitlinien-Aktualisierung: „Damit ist zugleich ein entscheidender Schritt für die Etablierung eines organisierten risikoadaptierten PSA-basierten Prostatakarzinomfrüherkennungsprogramms als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland getan, das die DGU im Einklang mit der EU-Ratsempfehlung (2022/0290 [NLE]) aus dem Jahr 2022 fordert. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) kann nun wie geplant in diesem Jahr die aktualisierten Leitlinien-Empfehlungen zur Früherkennung des Prostatakarzinoms prüfen und in seine Entscheidungsfindung zur Anpassung des bestehenden Früherkennungsangebots einbeziehen“.

Die Öffentlichkeit hat nun vier Wochen lang Gelegenheit, die Konsultationsfassung der Leitlinie zu kommentieren, die unter Mitwirkung von insgesamt22 Fachgesellschaften und Arbeitskreisen bzw. -gemeinschaften erstellt wurde. Nach Würdigung und Bearbeitung der Kommentare wird die finale Fassung der inzwischen 8. Version der S3-Leitline Prostatakarzinom im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie publiziert.

/Quelle: Urologenportal/Deutsche Gesellschaft für Urologie

Nachdem das Magazin FOCUS Prof. Dr. Michael Siebels bereits zu Deutschlands Top-Ärzten zählt, hat ihn nun auch die Redaktion der Zeitschrift STERN erneut auf die große STERN-Liste "Der richtige Arzt für mich" gesetzt.

Um deutschlandweit die besten Mediziner in 105 Bereichen zu ermitteln, wurden im Auftrag des STERN persönliche Interviews mit Ärzt:innen geführt, die den besten Überblick in ihrem Fachgebiet haben. Dazu kommen ausgewertete Daten über Fachveröffentlichungen, besondere Qualifikationen und Bewertungen durch die Patient:innen (manipulationsanfällige Online-Bewertungen wurden nicht berücksichtigt).

Nach Auswertung aller Kriterien gehört Prof. Dr. Michael Siebels zu den empfohlenen Spezialisten im Bereich "Urologische Tumoren".

Wir danken allen Kolleg:innen und Patient:innen für ihr Vertrauen!

 

 

 

 

 

Dagmar Khorvash und Franziska Mehl-Hergenröther feiern ihr 40. bzw. 25. Jubiläum als Mitarbeiterinnen der Urologie Pasing.

Prof. Dr. Michael Siebels und Dr. Nicolas Haseke bedanken sich für die langjährige Loyalität, die Frau Khorvash und Frau Mehl-Hergenröther der Urologie Pasing immer entgegengebracht haben.

„Die harte Arbeit und das unermüdliche Engagement unserer Erstkräfte können gar nicht genug gewürdigt werden“, so Prof. Dr. Siebels. Und Dr. Haseke fügt hinzu: „Wir freuen uns auf hoffentlich viele weitere Jahre der Kooperation. Nur durch gute Teamarbeit konnte die Urologie Pasing zu einer erfolgreichen und angesehenen Praxis werden und daran haben Frau Khorvash und Frau Mehl-Hergenröther mit ihrer Expertise, ihrer Einsatzbereitschaft und ihrer liebenswürdigen Art einen wesentlichen Anteil.“ 

 

 

Leitlinien sind Empfehlungen für ÄrztInnen, wie eine Erkrankung diagnostiziert und behandelt werden sollte. Erstellt werden die Leitlinien von einer Leitlinienkommission mit Fachleuten aus allen für eine bestimmte Erkrankung wichtigen Berufsgruppen. Diese Kommission fasst das aktuelle medizinische Wissen zusammen und bewertet es nach festgelegten Kriterien. Es werden Nutzen und Schaden von Untersuchungen und Behandlungen abgewogen und auf dieser Basis konkrete Empfehlungen zum Vorgehen abgegeben, so dass ÄrztInnen eine wichtige Orientierungshilfe zur Verfügung steht. 

Prof. Dr. Michael Siebels war als Mitglied der Leitlinienkommission maßgeblich an der Erstellung der S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen beteiligt. 

Nach zweieinhalb Jahren intensiver Arbeit wurden insgesamt 481 Empfehlungen und Statements konsentiert. Das Engagement, die Expertise und die Bereitschaft von Prof. Dr. Siebels und seinen KollegInnen, Zeit und Ressourcen für dieses Projekt zur Verfügung zu stellen, haben entscheidend zur Qualität und Praxistauglichkeit dieser Leitlinie beigetragen.

Die Leitlinie zur supportiven Therapie stellt eine wertvolle Ressource für alle Fachkräfte im onkologischen Bereich dar und wird einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden von KrebspatientInnen haben.

Sie finden die Konsultationsfassung der Leitlinie zur supportiven Therapie unter folgendem Link:

 https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de

 

Wir freuen uns über die Auszeichnung unserer Praxis   

TZM-CCC München Mitglied - Niedergelassene onkologisch tätige Ärzte

Das Tumorzentrum München (TZM) als Bestandteil des Comprehensive Cancer Center München (CCC München) ist eine onkologische Serviceeinrichtung, die die Ärzte und Patient/innen über neueste klinisch relevante Erkenntnisse im Bereich der onkologischen Forschung und Versorgung informiert: Weitere Informationen hier.

Die Mitgliedschaft ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Versorgung unserer Patient/innen. 

 

  

Unsere Praxis ist Mitglied des zertifizierten Prostatazentrums der Urologischen Klinik Planegg. Das heißt, als Netzwerk bestehend aus ambulant und stationär tätigen Behandlungspartnern bieten wir die gesamte Versorgungskette von der Diagnose und Therapie bis hin zur Nachsorge und Palliation.

In einer vergleichenden Studie des „Zentrums für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung“ (Krebserstbehandlung in zertifizierten versus nichtzertifizierten Krankenhäusern, Deutsches Ärzteblatt 2023) wurde nun untersucht, ob es für eine/n Krebspatient/innen Vorteile bringt, die Erstbehandlung in einem Zentrum mit Zertifikat durchführen zu lassen.

Das Ergebnis ist eindeutig: Eine Behandlung in einem zertifizierten Zentrum geht mit einer signifikant niedrigeren Sterberate der Krebspatient/innen einher. Dies bestätigte sich insbesondere für Prostata-Krebspatienten, aber auch für Patient/innen mit anderen urologischen Krebs-Erkrankungen (Nieren-, Blasenkrebs).

Wir freuen uns sehr, dass die Qualität unserer Arbeit durch diese Studie bestätigt wurde. So können wir unseren Patient/innen auch in Zukunft die bestmögliche Behandlung in Bezug auf ihren individuellen Krankheitsverlauf anbieten.

Sie sind an weiteren Details interessiert: Klicken Sie hier

 

 

 

 

Was ist kontina?

kontina* ist ein digitaler Helfer (App), der bei überaktiver Blase dabei unterstützt, Symptome selbst zu reduzieren und wieder an Lebensqualität zu gewinnen. Das Programm ist leitliniengerecht und verfolgt einen ganzheitlichen Therapieansatz. Die Anwendung bietet akute Hilfe bei einer Drangwelle und unterstützt langfristig bei einer positiven Veränderung des gesundheitsrelevanten Verhaltens.

Wie läuft die Studie ab?

In der Studie wird der Einfluss von kontina auf die Symptomatik und die Lebensqualität untersucht. Die teilnehmenden Personen werden dafür zufällig zwei Studiengruppen zugeordnet.
Die Interventionsgruppe erhält sofort Zugang zu kontina. Die Kontrollgruppe wird gemäß aktueller Routineversorgung behandelt und erhält nach 12 Wochen Zugang zur App. Die Studiendauer beträgt für alle teilnehmenden Personen 6 Monate. Alle 6 Wochen sind Fragebögen zu beantworten und ein Blasentagebuch zu führen.

Wer ist für die Studie geeignet?

•    Personen ab 18 Jahren mit überaktiver Blase (mit oder ohne Harninkontinenz) seit mindestens 3 Monaten

Weitere Voraussetzungen:
•    Bereitschaft, die App für mindestens 12 Wochen regelmäßig zu nutzen und Fragebögen sowie ein Blasentagebuch online auszufüllen
•    Smartphone mit Internetzugang

Wer ist für die Studie nicht geeignet?

•    Personen, die zur Behandlung ihrer überaktiven Blase innerhalb der letzten 4 Wochen Medikamente eingenommen haben
•    Personen, die bereits chirurgische Eingriffe erhalten haben (Blase, Gebärmutter, Prostata)

Weitere Ausschlusskriterien:
•    reine Belastungsinkontinenz
•    schmerzhafte Drangsymptomatik
•    akute oder wiederkehrende Blasenentzündung
•    Krebserkrankungen des Urogenitaltraktes (z. B. Blase, Gebärmutter, Prostata)
•    neurologische Erkrankungen (z. B. Morbus Parkinson)

Interessiert an einer Studienteilnahme?

Bitte Kontakt aufnehmen mit:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Noch mehr über die Studie erfahren?

Weitere Informationen unter: https://kontina.com/de/studienteilnahme/

* kontina ist ein Medizinprodukt der Risikoklasse 1 gemäß MDR

 

Aufgrund der großen Zufriedenheit unserer Patient/innen wurden Prof. Dr. Michael Siebels und Dr. Nicolas Haseke mit dem Jameda-Qualitätszertifikat ausgezeichnet und zählen somit  zu den 10 besten Ärzten ihres Fachgebiets in München. 

Wir danken unseren Patient/innen für das uns entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auch in Zukunft auf Ihre Bewertertungen und Anregungen.

 

                            

 

 

Die Deutsche Krebshilfe hat unter medizinischer Beratung von Prof. Dr. Michael Siebels einen neuen Ratgeber zum Thema Nierenkrebs herausgegeben. Der Ratgeber ist Teil einer Broschürenserie, die sich an Krebsbetroffene, Angehörige und Interessierte richtet. Er gibt ANTWORTEN auf medizinisch drängende Fragen rund um das Thema Nierenkrebs, bietet konkrete HILFEN an, um die Erkrankung zu bewältigen, und zeigt PERSPEKTIVEN auf für ein Leben mit und nach Krebs.

Informieren Sie sich: Hier

 

Um die besten Ärzte Deutschlands zu finden, hat der FOCUS über mehrere Monate bundesweit Mediziner nach dem Fachkönnen ihrer Kollegen befragt. Aber auch Patientenerfahrungen, Erfahrungen von Selbsthilfe-Gruppen und Fachorganisationen sowie wissenschaftliches Engagement, Patientenservice, Barrierefreiheit und Qualitätsmanagement sind wichtige Bausteine für die FOCUS-Ärzteliste. In den Gesundheits-Listen sind ausschließlich Ärzte mit überdurchschnittlich vielen Empfehlungen aufgeführt.

Dr. Nicolas Haseke und Prof. Dr. Michael Siebels zählen zu den häufigst empfohlenen Spezialisten im Fachbereich Urologie.

Wir danken Kolleg/innen und Patient/innen für ihr Vertrauen.