Um die besten Ärzte Deutschlands zu finden, hat der FOCUS über mehrere Monate bundesweit Mediziner nach dem Fachkönnen ihrer Kollegen befragt. Aber auch Patientenerfahrungen, Erfahrungen von Selbsthilfe-Gruppen und Fachorganisationen sowie Nennung in Publikationen sind wichtige Bausteine für die FOCUS-Ärzteliste. In den Gesundheits-Listen sind ausschließlich Ärzte mit überdurchschnittlich vielen Empfehlungen aufgeführt.

Prof. Dr. Michael Siebels zählt bundesweit zu den häufigst empfohlenen Spezialisten im Fachbereich Nierenkrebs.

Wir danken Kollegen und Patienten für ihr Vertrauen.

 

 

 

 

Um die besten Ärzte Deutschlands zu finden, hat der FOCUS über mehrere Monate bundesweit Mediziner nach dem Fachkönnen ihrer Kollegen befragt. Aber auch Patientenerfahrungen, Erfahrungen von Selbsthilfe-Gruppen und Fachorganisationen sowie Nennung in Publikationen sind wichtige Bausteine für die FOCUS-Ärzteliste. In den Gesundheits-Listen sind ausschließlich Ärzte mit überdurchschnittlich vielen Empfehlungen aufgeführt.

Wir danken Kollegen und Patienten für ihr Vertrauen.

 

 

 

Prof. Dr. Michael Siebels wurde als Vertreter der niedergelassenen Urologen in den Deutschland in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) gewählt.

Hauptziel der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) ist die Durchführung qualitativ hochwertiger urologisch-onkologischer Studien. Die Aufgabe umfasst:

    - das Erarbeiten eigener Studienprotokolle,
    - die Beurteilung und Empfehlung extern erarbeiteter und der AUO vorgelegter Studienprotokolle,
    - die Koordination prospektiver Studien im deutschen Sprachraum,
    - Kontakte und Kooperationen mit ähnlichen Institutionen,
    - Veröffentlichung von Studien- und Arbeitsergebnissen der AUO.

Für weiter Informationen: Klicken Sie hier

 

 

Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)

Berlin/Düsseldorf, 17.12.2020. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am heutigen 17. Dezember 2020 gegen den PSA-Test als Kassenleistung entschieden: Anders als von der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) empfohlen, wird die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) nicht Teil der gesetzlichen Prostatakrebs-Früherkennung, sondern bleibt weiterhin eine Selbstzahlerleistung. Die DGU bedauert diese Entscheidung und kritisiert sie als großen Rückschlag bei der Früherkennung des häufigsten Malignoms des Mannes. In der jahrzehntelangen kontrovers geführten Debatte um die Bestimmung des prostataspezifisches Antigens (PSA) hatte sich die Fachgesellschaft stringent für den PSA-Test als unverzichtbaren Baustein der Prostatakrebs-Früherkennung ausgesprochen und mit der ärztlichen S3-Leitlinie „Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms“ sowie der entsprechenden Patientenleitlinie einen, dem jeweiligen Wissensstand angepassten, Leitfaden für die Früherkennung etabliert. In dem gesundheitspolitischen Bewertungsprozess der letzten zwei Jahre hat die DGU Verantwortung übernommen und ihre wissenschaftliche Position im Schulterschluss mit zahlreichen hochkarätigen Institutionen und nationalen wie internationalen Fachgesellschaften sowie dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) nachdrücklich in die Entscheidungsgremien eingebracht.

Diese Position hat der G-BA nun ignoriert. „Die DGU hält es für eine folgenschwere Fehlentscheidung zum Nachteil der Patienten, dass die gesetzlich geregelte Früherkennung des Prostatakarzinoms, wider die Empfehlungen einer großen wissenschaftlichen Allianz, auch künftig ausschließlich über die digital-rektale Untersuchung erfolgt“, kommentiert DGU-Generalsekretär und Sprecher des Vorstands Prof. Dr. med. Maurice Stephan Michel den heute bekanntgegebenen Beschluss des G-BA. „Damit wurde eine bisher einmalige Chance vertan, die Prostatakrebs-Früherkennung nach dem Stand zeitgemäßer Diagnostik zu verbessern.“ Auch mit Blick auf das lange etablierte Mammografie-Screening der Frau werde eine gesundheitspolitisch unausgewogene Versorgung der Geschlechter fortgesetzt.

Mit jährlich rund 60.000 Neuerkrankungen ist das Prostatakarzinom die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland; etwa 14.000 Männer sterben pro Jahr an den Folgen eines Prostatakarzinoms.

In seinem Beschluss zur „Bewertung des Prostatakrebs-Screenings mittels Bestimmung des PSA“ schließt sich der G-BA der Bewertung des Abschlussberichts des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) an. Laut heutiger Pressemitteilung des G-BA komme es beim Einsatz des Screenings in der Früherkennung zu einer hohen Anzahl von falsch-positiven Ergebnissen und zu Überdiagnosen, d. h. es werden Prostatakarzinome entdeckt, die etwa aufgrund eines sehr langsamen Wachstums bei älteren Männern eigentlich nicht hätten behandelt werden müssen. Diese Nutzen-Schaden-Bilanz hätte auch dann Bestand, wenn es in einzelnen Fällen Vorteile – frühes Erkennen von bösartigen Tumoren, verzögertes Fortschreiten der Krankheit sowie weniger Todesfälle durch den Krebs – gibt, so der G-BA.

Dieser Bewertung widerspricht die DGU vehement. „Wie in unseren Stellungnahmen, die wir in das Bewertungsverfahren eingebracht haben, bleibt zu betonen, dass es bei der Bestimmung des PSA-Werts nicht um eine systematische, rein altersbezogene Reihenuntersuchung geht, wie es der bedauerlicherweise verwendete Begriff Screening impliziert, sondern um einen wesentlichen Grundstein für eine risikoadaptierte, individualisierte Prostatakarzinom-Früherkennung im Sinne einer nicht organisierten, opportunistischen Früherkennung nach leitliniengerechter Aufklärung mit partizipativer Risiko-Nutzenabwägung durch den Urologen. Ebendieses individuelle Vorgehen und die gemeinsame Entscheidung von qualifiziertem Urologen und Patient führen zu einem differenzierten Einsatz der PSA-Bestimmung, der falsch-positive Befunde sowie Überdiagnosen und -therapien auf ein in der Onkologie vertretbares Maß minimiert“, erklärt DGU-Präsident Prof. Dr. med. Arnulf Stenzl. Außerdem lasse der G-BA bei seiner Bewertung den vermehrten Einsatz der aktiven Überwachung beim Prostatakarzinom mit niedrigem Risikoprofil unberücksichtigt.

Unbenommen von der Entscheidung des G-BA gegen die Erstattungsfähigkeit des PSA-Tests in der Gesetzlichen Krankenversicherung bleibt der medizinische Nutzen des risikoadaptiert eingesetzten PSA-Tests als Baustein der Prostatakarzinom-Früherkennung unbestritten. Es steht jedem einzelnen Patienten frei, sich hierüber bei einem Facharzt/einer Fachärztin für Urologie zu informieren und nach ergebnisoffener Beratung für eine PSA-Bestimmung zu entscheiden. „Mithilfe dieses Bausteins und weiterer Parameter ist es möglich, klinisch relevante Karzinome zu identifizieren, die behandelt werden sollten, um das Risiko zu verringern, an einem metastasierten Prostatakarzinom zu versterben“, hält Prof. Michel fest. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. werde bei der Aufklärung über die Früherkennung des häufigsten Karzinoms des Mannes nicht nachlassen und auch ihre Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) weiter intensivieren, um dem negativen Effekt des G-BA-Beschlusses auf die Prostatakrebs-Früherkennung in Deutschland entgegenzuwirken.

Die aktuelle G-BA-Entscheidung steht am Ende eines zweijährigen Entscheidungsprozesses, der durch einen Antrag der Patientenvertretung im G-BA, namentlich dem BPS vom 29.10.2018, initiiert wurde.

Weitere Informationen:
DGU-Pressestelle
Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Tel.: 040 - 79140560
Mobil: 0170 - 4827287
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!







Um die besten Ärzte Deutschlands zu finden, hat der FOCUS über mehrere Monate bundesweit Mediziner nach dem Fachkönnen ihrer Kollegen befragt. Aber auch Patientenerfahrungen, Erfahrungen von Selbsthilfe-Gruppen und Fachorganisationen sowie Nennung in Publikationen sind wichtige Bausteine für die FOCUS-Ärzteliste. In den Gesundheits-Listen sind ausschließlich Ärzte mit überdurchschnittlich vielen Empfehlungen aufgeführt.

Prof. Dr. Michael Siebels zählt bundesweit zu den häufigst empfohlenen Spezialisten im Fachbereich Nierenkrebs.

Wir danken Kollegen und Patienten für ihr Vertrauen.

Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. In einem Interview des BR-Fernsehens klärt Dr. Nicolas Haseke auf, wie sinnvoll ein Bluttest auf das prostataspezifische Antigen, kurz PSA-Test, im Rahmen einer Früherkennung bei Prostatakrebs ist:

(Bayerisches Fernsehen, Magazin "Gesundheit!", 18.02.2020, 19:00 Uhr) 

 

 

 

 

 

Liebe Patientin, lieber Patient,

ist Ihnen bekannt, dass Sie in einer zertifizierten Praxis behandelt werden? Das bedeutet, dass wir mit einem für die Behandlung Ihrer Erkrankung zertifizierten urologischen Kompetenzzentrum kooperieren.
Wofür diese Zertifizierung steht und welche Vorteile Sie Ihnen bringt, lesen Sie: Hier

 

 

 

Um die besten Ärzte der Region zu finden, hat die Redaktion von FOCUS-GESUNDHEIT über mehrere Monate eine unabhängige Erhebung durchgeführt. In die Recherche der FOCUS-Ärzteliste gingen unter anderem ein: Empfehlungen von anderen Medizinern, Ausbildung, Berufserfahrung, Engagement in Fachgesellschaften, Vortragstätigkeit, Praxisausstattung, Patientenzufriedenheit, Patientenservice und Qualitätsmanagement.

 Wir danken Kollegen und Patienten für ihr Vertrauen.

Aufgrund der rasch steigenden Zahl der in Deutschland an dem neuen Coronavirus COVID-19 erkrankten Menschen und Berichten über eine erhöhte Erkrankungsrate bei an Krebs erkrankten Personen sind viele Patienten* beunruhigt. Daher möchten die Deutschen Uro-Onkologen (d-uo) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) mit den folgenden Informationen zur Aufklärung beitragen, welches Vorgehen bei Krebspatienen und deren Behandlung nach dem derzeitigen Stand empfohlen werden kann. Grundsätzlich sollte die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus nicht die Behandlung einer Krebserkrankung beeinträchtigen.

Haben Krebspatienten ein höheres Erkrankungsrisiko mit COVID-19?
Sind immungeschwächte Patienten besonders gefährdet?
Worauf müssen Krebspatienten achten?
Worauf müssen behandelnde Ärzte achten?
Sollen Krebstherapien verschoben werden?

Zur Beantwortung dieser Fragen lesen Sie den vollständigen Artikel als PDF

PATIENTENINFORMATION der
Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und
Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) im Januar 2020

Liebe Patienten,

möglicherweise haben Sie zu Beginn des Jahres die Berichterstattung zur Früherkennung des Prostatakarzinoms in der Presse verfolgt. Viele Medien hatten über den Vorbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Nutzenbewertung des Prostatakarzinomscreenings mittels PSA-Test berichtet. Dieser Vorbericht ist Teil eines laufenden Bewertungsverfahrens, in dem geklärt werden soll, ob die Früherkennung mit Aufklärung, gemeinsamer Risiko-Nutzenabwägung durch den Urologen und den Patienten, PSA-Bestimmung und dessen patientenbezogener Beurteilung künftig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden soll.

WAS HEISST DAS?
Wenn eine neue Untersuchung oder Behandlung zur Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen empfohlen wird, muss der Gemeinsame Bundesausschuss (GB-A) aus Krankenkassen- und Ärztvertretern zuvor darüber entscheiden. Wenn ihm die Sachlage nicht klar genug ist, beauftragt er das dafür gegründete Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) damit, den Nutzen wissenschaftlich zu bewerten.

WAS IST EIN SCREENING?
Screening bedeutet, durch eine Reihenuntersuchung – in diesem Fall einen Bluttest des PSA (Prostata-Spezifisches Antigen) – aus einer bestimmten Bevölkerungsgruppe (z.B. alle Männer zwischen 45 und 70) diejenigen zu identifizieren, die, ohne es zu spüren, ein Risiko tragen, in diesem Falle an einem bösartigen Prostatatumor zu erkranken oder ihn bereits in sich zu tragen. Bei der in Deutschland praktizierten Früherkennung geht es nicht um ein Prostatascreening durch den PSA-Test alleine. Dieser stellt vielmehr einen Baustein der Früherkennung von Prostatakrebs durch die Urologin/den Urologen dar. Bekannt ist der Begriff „Screening“ schon lange beim Brustkrebs der Frau: Dort konnten die Sterblichkeit der Frauen an dieser Krankheit deutlich gesenkt und die Tumoren in großer Zahl in einem frühen Stadium erkannt werden, sodass oft eine Brusterhaltung möglich ist.

WO LIEGT DAS PROBLEM?
Das IQWiG schlussfolgert in seinem Vorbericht, dass die Nachteile die Vorteile eines PSA-Screenings deutlich überwiegen. Diese negative Bewertung wurde in der Presse vielfach ohne Kommentierung durch den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) und die Experten der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) übernommen und kann für Irritation und Verunsicherung sorgen. Der BPS hatte den Antrag gestellt, den PSA-Test in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen und damit das laufende Bewertungsverfahren initiiert.

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. widerspricht der negativen Nutzenbewertung des IQWiG ausdrücklich und erklärt ihre wissenschaftliche Position. Ebenso widerspricht der BPS aus Sicht der Betroffenen.
Bitte lesen Sie im Folgenden unsere gemeinsame Information mit den aktuellen Empfehlungen für eine individualisierte Früherkennung von Prostatakrebs.

WAS IST ZU TUN?
Zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr sollte sich jeder Mann, der an einer Früherkennung interessiert ist, einer Prostatakarzinom-Früherkennungsuntersuchung unterziehen. Das schließt eine ausführliche Aufklärung, eine gemeinsame Risiko-Nutzenabwägung, eine PSA-Bestimmung (bisher Selbstzahlerleistung) und dessen patientenbezogene Beurteilung ein. Die reine Abtastungsuntersuchung (bereits Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung) erkennt in den allerseltesten Fällen ein potentiell heilbares Frühstadium, sondern entdeckt in der Regel erst ein nicht mehr gut heilbares fortgeschrittenes Stadium. Ziel ist es, diejenigen Männer zu finden, die weiterer Untersuchungen bedürfen, um ein behandlungsbedürftiges Prostatakarzinom so rechtzeitig behandeln zu können, dass das Leben nicht durch das Karzinom verkürzt wird oder ein metastasiertes Stadium eintritt. Denn das bedeutet in vielen Fällen lebensqualitätseinschränkende Symptome wie Schmerzen und eine dauerhafte Krebstherapie, häufig inkl. Chemotherapie. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der PSA-Test
zwingend erforderlich.

Genauso gibt es Männer, bei denen trotz Vorliegen eines Tumors keine oder erst sehr viel später eine Behandlung notwendig ist. Auch um das zu beurteilen und den Verlauf zu kontrollieren, ist der PSA-Wert unverzichtbar, weil anhand des Verlaufes (Anstieg oder nicht) innerhalb der folgenden Jahre gerade die möglichen „Übertherapien“ wie nicht notwendige Operationen oder Bestrahlungen und deren Begleiterscheinungen in einigen Fällen vermieden werden können.

Um dieses grundsätzlich gemeinsame Ziel der Betroffenen und der Urologen zu erreichen, empfehlen der BPS und die DGU – abweichend vom IQWiG-Vorbericht - eine Prostatakarzinomfrüherkennung für alle Männer
dieser Altersgruppe, um das individuelle Risiko durch urologische Bewertung und Beratung möglichst genau beurteilen zu können. In Zweifelsfällen kann bei Tumorverdacht heutzutage vor einer möglichen Biopsie eine
spezielle MRT-Untersuchung vorgeschaltet werden, um vielleicht unnötige Biopsien zu vermeiden. Sollte sich das IQWiG mit seiner Meinung durchsetzen, besteht das Risiko, dass – wie bisher – viele Männer auf
eine urologische Früherkennung verzichten und damit Erkrankte erst in einem späteren, möglicherweise nicht mehr heilbaren Stadium erkannt werden und einen unnötigen Leidensweg mit Schmerzen durch Absiedlungen
(Metastasen) in anderen Organen wie z.B. Lymphdrüsen oder Knochen erleben müssen.

Die, oben beschriebene, in Deutschland von der AWMF-Leitlinie empfohlene, individuelle Früherkennungsuntersuchung inkl. PSA-Test stellt aus Sicht der Betroffenen des BPS und der wissenschaftlichen Experten der DGU aufgrund der vorliegenden Daten einen wesentlichen Baustein dar, die bisherige jährliche Todesrate (Rate der Patienten, die ohne PSA-Test an einem zu spät, erst bei Symptomen der Metastasen, erkannten Prostatakarzinom versterben) von etwa 13.000 Männern bei rund 60.000 Neuerkrankungen am Prostatakarzinom weiter zu senken und den Erkrankten ein möglichst langes Leben in guter Qualität zu ermöglichen.

Die DGU und der BPS werden alles daransetzen, ihrer Position in den Entscheidungsgremien Gehör zu verschaffen, den PSA-Test als wichtigen Baustein der Prostatakrebsfrüherkennung anzuerkennen.

Nutzen Sie weiterhin oder erstmalig die Möglichkeit, sich von Ihrer Urologin/Ihrem Urologen entsprechend der Leitlinie beraten zulassen und sich durch Ihre eigene urologische Früherkennung inklusive PSA-Test gesund zuerhalten.

Prof. Dr. Maurice Stephan Michel, Generalsekretär der DGU
Prof. Dr. Jens Rassweiler, Präsident der DGU
Werner Seelig, Vorsitzender BPS
Ernst-Günther Carl, stell. Vorsitzender BPS

Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. www.urologenportal.de
DÜSSELDORF Uerdinger Str. 64 | 40474 Düsseldorf | Telefon 0211 516096-0
BERLIN Nestorstraße 8/9 | 10709 Berlin | Telefon 030 8870833-0

PRESSEINFORMATION

Arbeitsgemeinschaft der Leitenden Krankenhausärzte der Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU):

Berlin. Die Durchführung der Zystoskopie in urologischen Praxen ist eine zwingende Notwendigkeit: 
Das betonen die Arbeitsgemeinschaft Leitende Krankenhausärzte der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) und der Vorstand der Fachgesellschaft vor dem Hintergrund des vom Berufsverband der Deutschen Urologen e. V. (BvDU) angestrebten vorübergehenden Zystoskopieverzichtes in urologischen Praxen in einer weiteren Stellungnahme. Schon jetzt wenden sich aktuell vermehrt Patientinnen und Patienten an Krankenhäuser, um ambulant zystoskopiert zu werden.

Bei der Zystoskopie handelt es sich prinzipiell um eine ambulante Untersuchung ohne Narkose. Zystoskopieersetzende alternative Untersuchungsverfahren existieren nicht. Die Zystoskopie wird in allen Leitlinien zur Diagnostik und Nachsorge des Harnblasenkarzinoms, aber auch bei vielen anderen Blasenerkrankungen als obligat und unverzichtbar gefordert. Eine leitliniengerechte Medizin ohne Zystoskopie ist nicht möglich. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der prognostizierten Zunahme des urologischen Versorgungsbedarfes von 20 Prozent ist in den kommenden Jahren eine weitere Zunahme der Anzahl der Zystoskopien zu erwarten.

„Eine Verlagerung der Zystoskopien aus den urologischen Praxen in die urologischen Kliniken ist nicht möglich. Die in den Kliniken vorhandenen technischen und personellen Ressourcen sind auf die Versorgung der stationären Patienten ausgerichtet und können nicht beliebig erweitert werden, zumal die hygienischen und ökonomischen Bedingungen für die Zystoskopie an den Krankenhäusern sich von denen in der Praxis nicht unterscheiden“, stellt Prof. Dr. Björn Volkmer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden Krankenhausärzte der Deutschen Gesellschaft für Urologie in diesem Zusammenhang klar.

„Eine wohnortnahe Zystoskopie in urologischen Praxen ist für eine Aufrechterhaltung der urologischen Versorgung dringend erforderlich. Der durch neue Richtlinien entstandene Mehraufwand der Aufbereitung der Instrumente muss entsprechend adäquat vergütet werden. Betriebswirtschaftlich bedingte Schließungen von urologischen Praxen oder eine Diagnose- oder Nachsorgeverzögerung bei urologischen Krankheitsbildern ist gerade auch in Anbetracht der prognostizierten Steigerung des Versorgungsbedarfs in der Urologie nicht verantwortbar“,  betont Univ.-Prof. Dr. Maurice Stephan Michel, Generalsekretär und Sprecher des Vorstandes der DGU.

Die DGU und ihre Arbeitsgemeinschaft der Leitenden Krankenhausärzte appellieren nochmals eindringlich an die verantwortlichen Institutionen, eine angemessene Vergütung des tatsächlichen Aufwandes der Zystoskopie zeitnah zu beschließen und umzusetzen, damit sichergestellt ist, dass urologische Patienten weiterhin gemäß den medizinischen und onkologischen Leitlinienstandards in den urologischen Praxen versorgt werden können.